Landrat zum Digitalisierungsgespräch bei Leipfinger-Bader

Peter Dreier informiert sich über Technikprojekte und Gewerbe-Bauleitplanung in Vatersdorf

 

Vatersdorf. Landrat Peter Dreier hat sich am Mittwoch im Ziegelwerk von Leipfinger-Bader (LB) in Vatersdorf über die Digitalisierung der mittelständischen Wirtschaft in der Region informiert. Mit LB-Chef Thomas Bader tauschte er sich über digitale Initiativen des Mauerziegelherstellers und das gemeinsame Engagement für das digitale Gründerzentrum Landshut aus. Ein weiteres Thema waren die Planungen zur Aufstellung eines Bebauungsplans für das Gewerbegebiet Vatersdorf, in dem das LB-Stammwerk liegt.

Leipfinger-Bader ist laut Firmenchef Bader ein Beispiel dafür, dass die Digitalisierung in vielen Unternehmen der heimischen Wirtschaft schon längst begonnen hat. „Die einzelnen Abschnitte und Maschinen unserer Ziegelproduktion sind miteinander vernetzt. Anpassungen für einen optimalen Produktionsablauf des komplexen Systems können wir digital vornehmen.“ Darauf sei auch das Herzstück des Werks, der Tunnelofen, bei der Modernisierung im vergangenen Jahr konsequent ausgerichtet worden.

 

Derzeit arbeitet Leipfinger-Bader daran, die Digitalisierung der Logistik auszubauen. Laut Bader plant das Unternehmen eine App, über die sich Kunden wie Bauunternehmer und Handwerker ihre Lieferungen zusammenstellen können. Genau solchen Entwicklungen möchte LB durch die Unterstützung des Landshuter Gründerzentrums zusätzlichen Schub geben. Die Firma ist Mitglied im Förderverein Link, der das von Stadt, Landkreis und Hochschule Landshut initiierte Gründerzentrum trägt. „Der Mittelstand muss jungen Gründern einen Rahmen bieten, damit sie ihre Ideen vor Ort erfolgreich umsetzen können“, sagte Bader. „Nur so können die Unternehmen in der Region von den Ergebnissen profitieren.“

 

Landrat Dreier dankte Bader für diesen Impuls: „Wir haben schon viele Unterstützer für das Gründerzentrum gewonnen, aber wir brauchen noch mehr Unternehmer, die das große Potenzial für unsere Heimatwirtschaft erkennen. Denn ohne dieses Projekt laufen viele Neuheiten zunächst einmal an der Region vorbei – und die Konkurrenz in der Großstadt ist dann vielleicht einen Schritt voraus.“

 

Weil für ein Unternehmen auch Standortsicherheit ein wichtiger Zukunftsfaktor ist, informierte sich Dreier außerdem über die aktuellen Pläne zur Aufstellung eines Bebauungsplans für das Gewerbegebiet Vatersdorf. Die Gemeinde Buch am Erlbach und ortsansässige Unternehmen wie LB streben eine Bauleitplanung an, um Rechtssicherheit über Art und Umfang der Bebaubarkeit der bereits von Betrieben genutzten Flächen und der anliegenden Randgebiete zu bekommen. Bader: „Damit möchten wir die Grundlage für die weitere, erfolgreiche Entwicklung der Firmen legen, um die Arbeitsplätze langfristig vor Ort zu halten und das gesunde Wachstum der Kommune zu fördern.“