„Bauen muss wieder attraktiver werden“

Baupolitische Sprecherin von CDU/CSU im Bundestag zu Besuch bei Leipfinger Bader

Vatersdorf. Grundstücke und Immobilien werden immer rarer und teurer. Trotzdem werden zu wenig Wohngebäude gebaut und die Zahl der Arbeitsplätze in der Baubranche sinkt. Das Thema Wohnraum hat in vielerlei Hinsicht sozialen Sprengstoff, da sind sich die Politik und die Bauwirtschaft einig. Darum hat sich am Freitag die umwelt- und baupolitische Sprecherin von CDU/CSU im Bundestag, Marie-Luise Dött, auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Florian Oßner im Ziegelwerk von LEIPFINGER BADER (LB) in Vatersdorf mit der LB-Geschäftsführung und den Spitzen des Bayerischen Ziegelindustrieverbands (BZV) über die Zukunft des Wohnungsbaus ausgetauscht. Dabei sprachen sich alle Beteiligten für eine stärkere finanzielle Förderung und steuerliche Entlastung von Bauherren aus.

 

In Bayern wird auf zu niedrigem Niveau gebaut“, sagte LB-Chef Thomas Bader. In den vergangenen Jahrzehnten seien im Durchschnitt jährlich rund 60 000 Wohnungen entstanden, aktuell seien es rund 45 000. „Und auf diesem Niveau bewegen wir uns nur, weil die Zinsen für Kredite so niedrig sind. Sobald das Zinsniveau wieder steigt, bricht die Bautätigkeit sehr schnell ein.“ Damit das nicht passiert, muss die Politik laut Dött finanzielle Unterstützung für Bauherren ins Auge fassen. „Ein Lösungsansatz ist, die Sätze der Wohnungsbauprämie zu erhöhen, um Familien stärker zu fördern. Außerdem sollte die steuerliche Absetzbarkeit der Gebäudeabnutzung für Immobilieneigentümer von jährlich zwei auf vier Prozent des Baupreises steigen.

 

Oßner betonte, dass vor allem Maßnahmen notwendig seien, um einen Anreiz für Privatpersonen zu schaffen: „In Deutschland wohnen nur 46 Prozent der Bevölkerung im Eigenheim. Das kann uns auch in Sachen Altersvorsorge nicht zufriedenstellen. Denn das beste Mittel gegen Altersarmut ist das Leben in der eigenen Immobilie, um unabhängig von Mietpreissteigerungen zu sein.“ Darum müssten gerade Familien unterstützt werden, um in den Hausbau investieren zu können. „Wenn die Politik diese Entscheidungen trifft, dann haben auch die Bauunternehmen die nötige Sicherheit, um ihre Kapazitäten zu erweitern und mehr Baustellen abzuwickeln“, sagte BZV-Vorsitzender Anton Hörl.

 

Damit mehr und vor allem schneller gebaut werden könne, müsse zusätzlich die Bauleitplanung vereinfacht und investitionsfreundlicher gestaltet werden, sagte Bader. Und immer schärfere Vorgaben zur Energieeinsparung bei Neubauten würden in erster Linie die Baukosten nach oben treiben, als den Energieverbrauch von Immobilien spürbar zu senken. „Bei der Ziegelentwicklung haben wir jedenfalls bis zu 90 Prozent Energieeinsparung erreicht. Mehr geht nicht mehr.“ Energetisch sinnvoller wäre es laut Hörl, Altbauten in den Ortszentren und bestehenden Siedlungen abzureißen und durch neue Gebäude nach dem aktuellen Stand der Technik zu ersetzen. Auch um diesen Vorschlag umsetzen zu können, mahnte Oßner aus seiner kommunalpolitischen Erfahrung als Kreis- und Marktrat heraus an, Anreize für die Bevölkerung zu schaffen. „Ansonsten bauen die meisten Menschen lieber im Neubaugebiet am Ortsrand, obwohl die Gesamtkosten dort höher sind.

 

Wie wichtig eine rege Bautätigkeit für das gesamte wirtschaftliche und gesellschaftliche Gefüge ist, machte Bader am Wegfall der Eigenheimzulage deutlich. Nachdem diese Förderung 2006 gestrichen worden war, habe sich die Nachfrage in der bundesweiten Baubranche halbiert. Innerhalb von zehn Jahren sei die Zahl der Beschäftigten um eine Million auf nun rund 785 000 Erwerbstätige gesunken. „Allein im Landkreis Landshut gab es zwischen 2013 und 2014 einen Rückgang um zehn Prozent. Das hat der Bauwirtschaft extrem geschadet und wirkt sich noch heute aus. Darum darf sich die Lage bei der aktuellen Wohnungsnot nicht noch weiter zuspitzen. Bauen muss wieder attraktiver werden.

 

 

Über die Leipfinger Bader Ziegelwerke

LEIPFINGER BADER ist ein in fünfter Generation produzierendes Familienunternehmen mit Sitz in Vatersdorf bei Landshut und eines der führenden Unternehmen der deutschen Baustoffindustrie. 155 Mitarbeiter stellen jährlich Ziegel für etwa 6000 Wohneinheiten her. Neben dem Stammwerk in Vatersdorf gibt es weitere LB-Werke in Puttenhausen bei Mainburg und Schönlind bei Amberg. Von den drei Standorten aus gehen innovative und ökologisch nachhaltige Produkte wie Ziegel mit integriertem Schall- und Wärmeschutz auf Baustellen in ganz Deutschland.

 

 

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Einig für eine stärkere finanzielle Unterstützung von Bauherren (von links): Manfred Zehe, Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Ziegelindustrieverbands (BZV), Dr. Günther Bäuerle, Umweltreferent von CDU/CSU im Bundestag, MdB Florian Oßner, MdB Marie-Luise Dött, LB-Chef Thomas Bader, LB-Prokurist Paul Simmerbauer und BZV-Vorsitzender Anton Hörl

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