Forschung für mehr Wohnraum

Baupolitisches Gespräch mit Staatssekretär Josef Zellmeier bei Leipfinger-Bader

 

Vatersdorf. Bayerns Baustaatssekretär Josef Zellmeier, Bundestagsabgeordneter Florian Oßner und Vertreter des bayerischen Bauministeriums haben sich am Montag bei einem baupolitischen Gespräch am Hauptsitz der Leipfinger-Bader (LB) Ziegelwerke in Vatersdorf mit LB-Inhaber und dem Bayerischen Ziegelindustrie-Verband über Forschung und Innovation in der Bauwirtschaft ausgetauscht. Zentrales Thema war ein neues Forschungsprojekt zum sicheren, schnellen und wirtschaftlichen Bau mehrstöckiger Häuser in massiver Ziegelbauweise. Das Projekt soll dabei helfen, die staatliche Wohnungsbauoffensive zur Schaffung von mehr Wohnraum in den kommenden Jahren zügig umzusetzen.

 

„Wir planen in Kooperation mit dem Bayerischen Ziegelindustrie-Verband eine wissenschaftliche Studie zu günstigem und fortschrittlichem Bauen in die Höhe mit modernen Ansätzen für das Mauerwerk“, sagte Bader, der auch Sprecher des Netzwerks innovativer Massivbau Bayern ist. Dabei solle unter anderem die Funktion von neuen Werk- und Hybridbaustoffen untersucht werden. Die Ergebnisse sollen in die Normung und Zulassung von Produkten der Baustoffindustrie einfließen. „Wegen des großen Wohnraummangels in den Ballungsräumen müssen künftig flächendeckend höhere Gebäude auf kleineren Flächen gebaut werden“, erklärte Bader. „Mit diesem Forschungsprojekt soll deutlich werden, welche tragende Rolle der moderne Massivbau dafür spielen kann.“

 

Staatssekretär Zellmeier schloss sich diesem Ansatz an: „Der Massivbau mit Ziegel hat in Bayern einen Marktanteil von knapp 70 Prozent. Bei der Studie geht es darum, die Realität auf dem Bausektor wissenschaftlich zu untermauern.“ Bau- und Infrastrukturpolitiker Oßner unterstützt dieses Vorhaben voll und ganz, bedankte sich bei Zellmeier und ergänzte: „Wenn wir das von der Bundesregierung gesetzte Ziel von 1,5 Millionen zusätzlichen Wohnungen in Deutschland bis 2021 erreichen wollen, brauchen wir Initiativen wie diese – gerade auch für mehr bezahlbaren Wohnraum in der Region Landshut.“
Das Bauen wird laut Bader grundsätzlich immer teuer. Unter anderem wegen steigender Herstellungskosten, längeren Genehmigungsverfahren und höheren Energieeinsparvorgaben. Die Branche investiere aber regelmäßig, um Produkte zu entwickeln, damit auch künftig wirtschaftlicher und schneller gebaut werden könne. „Darum ist der Ziegel heute mehr als nur ein Baustoff. Er ist ein High-Tech-Produkt, das wir noch besser machen wollen.“
Über die Leipfinger-Bader Ziegelwerke

 

Leipfinger-Bader ist ein in fünfter Generation produzierendes Familienunternehmen mit Sitz in Vatersdorf bei Landshut und eines der führenden Unternehmen der deutschen Baustoffindustrie. Rund 200 Mitarbeiter stellen jährlich Ziegel für etwa 6.000 Wohneinheiten her. Neben dem Stammwerk in Vatersdorf gibt es weitere LB-Werke in Puttenhausen bei Mainburg und Schönlind bei Amberg. Von den drei Standorten aus gehen innovative und ökologisch nachhaltige Produkte wie Ziegel mit integriertem Schall- und Wärmeschutz auf Baustellen in ganz Deutschland. Das Unternehmen bildet eigene Nachwuchskräfte in den Berufen Industriemechaniker, Industrieelektriker und Industriekaufmann/-frau aus.

 

Diskutierten über Forschung im Massivbau für den schnellen und wirtschaftlichen Bau von Häusern und Wohnungen (von links): Karl Wiebel vom bayerischen Bauministerium, Peter Hülsen vom Bayerischen Ziegelindustrie-Verband (BZV), Staatsekretär Josef Zellmeier, LB-Inhaber Thomas Bader, Bundestagsabgeordneter Florian Oßner und Yves Knoll von der BZV-Geschäftsführung.

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