„In jeden Arbeitsplatz 1,4 Millionen Euro investiert“

Einer, der diesem Land nicht den Rücken kehren kann, ist Thomas Bader, Inhaber eines Ziegelherstellers mit 100 Mitarbeitern und 35 Millionen Euro Umsatz aus der Nähe von Landshut.

 

„Meine Fabrik kann ich nicht abbauen und ins Ausland verlagern, in jeden Arbeitsplatz sind 1,4 Millionen Euro investiert“, erläutert Bader. Zudem lohne es sich nicht, die schweren Ziegel weiter als 250 Kilometer durchs Land zu kutschieren. Der Unternehmer hatte dieses Jahr Glück. Erstmals konnte er sich von der Erneuerbare-Energie-Umlage befreien lassen. Damit sanken die Stromkosten auf einen Schlag um 90 Prozent. Statt 610 000 Euro musste er nur noch 62 000 Euro berappen. Doch um überhaupt in den Genuss der Privilegien zu gelangen, musste Bader ein sogenanntes Energiemanagementsystem aufbauen. Kosten: 120 000 Euro. Ob er auch kommendes Jahr befreit wird? Bader weiß es nicht, die Regeln ändern sich laufend. Ihm ist nur eins klar: „Wenn wir die EEG-Abgabe bezahlen müssen, werden alle Investitionen gestrichen.“ Denn die steigenden Kosten auf die Kunden abzuwälzen, sei illusorisch.

 

Unternehmer Borgers ist nicht von der Umlage befreit. Doch der ehemalige Berater von Roland Berger hat bereits reagiert und den Bau einer neuen Anlage am Stammsitz in Bocholt abgeblasen. Kunden in Süddeutschland wie Audi, BMW und Daimler beliefert er von Tschechien aus.
Dass die neue schwarz-rote Regierung dem Strompreis-Spuk ein Ende bereitet, daran glaubt im Mittelstand niemand.

 

 

 

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