Leipfinger-Bader investiert zehn Millionen Euro in Gesamtunternehmen

Firma schafft 40 neue Arbeitsplätze und setzt weiter auf Forschung und Entwicklung

 

Vatersdorf. Bei der Jahresabschlussfeier der Leipfinger-Bader (LB) Ziegelwerke am Freitag in Vatersdorf hat Inhaber Thomas Bader eine positive Bilanz für das Jahr 2017 gezogen und für die kommenden Monate Investitionen in Höhe von rund zehn Millionen Euro in die drei Standorte Vatersdorf, Puttenhausen bei Mainburg und Schönlind bei Amberg angekündigt. Dazu gehören unter anderem die Umgestaltung des Betriebsgeländes mit einer neuen Halle für die Ziegelverfüllung in Vatersdorf, eine neue Setzmaschine und die Optimierung des Brennofens in Schönlind und eine Recyclinganlage für Ziegel in Puttenhausen – einzigartig in der deutschen Baustoffindustrie.

„Wir haben ein erfolgreiches Jahr hinter uns“, sagte Bader. Das Unternehmen hat im vergangenen Geschäftsjahr 40 neue Stellen geschaffen. Insgesamt sind nun knapp 200 Menschen an den drei Standorten beschäftigt. Aktuell läuft der Ausbau des Lagerplatzes in Vatersdorf, um die interne Logistik für das Beladen der Lastwagen weiter zu verbessern und die Baustellen in der Region künftig noch schneller mit Qualitätsziegeln beliefern zu können.

Im kommenden Jahr ist am Firmensitz der Bau einer neuen Halle für die Ziegelverfüllung geplant. Außerdem arbeitet LB an Produktentwicklungen, um noch bessere Schallschutzwerte zu erreichen. Zudem werden der Trockner, die Werkstatt und die Sanitäranlagen für die wachsende Belegschaft erweitert. In Schönlind soll im kommenden Jahr die Produktionsleistung des Standorts mit der neuen Setzanlage und ersten Schritten zur Optimierung des Brennofens nochmals erhöht werden. Zudem sind verschiedene Infrastrukturprojekte wie weitere Gebäudemaßnahmen und der Umbau der Einfahrt des Rohstofflagers geplant.

Eines der wichtigsten Projekte im neuen Jahr wird laut Bader der Bau der Recyclinganlage in Puttenhausen sein. „Damit bieten wir künftig als erstes Unternehmen der Branche das Komplettrecycling des Baustoffs Ziegel und einen vollständig geschlossenen und naturschonenden Rohstoffkreislauf an.“ So ist es zum Beispiel möglich, Ziegel und Dämmstoff voneinander zu trennen und anschließend wiederzuverwerten.

Darüber hinaus plant Leipfinger-Bader, die Digitalisierung der Logistik und die automatische Fertigung von Wandelementen voranzutreiben. Aktuell laufen bei LB rund 14 Projekte rund um Forschung und Entwicklung für neue Produkte, Verfahren, Systemlösungen und Anwendungsgebiete von Ziegeln. „Unser Markenzeichen ist unsere Innovationskraft. Darauf setzen wir auch in Zukunft“, sagte Bader. U

 

Um das alles umsetzen zu können, erweitert er zum 1. Januar die LB-Spitze. Künftig wird Thomas Batz als Mitglied der Geschäftsleitung die Vertriebs- und Unternehmensentwicklung verantworten.

Zur Lage auf dem bayerischen Wohnungsmarkt sagte Bader: „Der Bedarf an Wohnraum ist in den städtischen Gebieten, vor allem in und um München, sehr hoch. Mit den gegebenen Bauflächen und Bebauungsplänen ist aber nicht nur die Landeshauptstadt bereits am Limit. Es müssen neue Wege gefunden werden, um Bauland zu gewinnen. Eine Möglichkeit ist die Umwandlung von Agrarflächen. Die Politik sollte Landwirten erlauben, die Einnahmen von Grundstücksverkäufen auch in Immobilien zu investieren.“ Bürokratische Hürden sollten generell abgebaut werden. Bauherren sollten laut Bader frei entscheiden dürfen, wie sie die Vorgaben der Energieeinsparverordnung erfüllen. „Mit unseren Mauerziegeln lassen sich die hohen Standards bereits gut erfüllen. Schärfere Regelungen verursachen dagegen wieder höhere Kosten bei privaten Bauherren und Wohnungswirtschaft.“ Damit die Belange der Baubranche und des Infrastrukturbedarfs für die Gesellschaft ausgewogen berücksichtigt werden, forderte Bader ein eigenständiges Bauministerium auf Bundesebene: „Wohnungsbau, Raumordnung und Städtebau müssen in der neuen Bundesregierung wieder mehr Gewicht und Durchschlagskraft bekommen.“

 

Bei der Jahresabschlussfeier sind außerdem zwölf Mitarbeiter für langjährige Betriebszugehörigkeit geehrt und in den Ruhestand verabschiedet worden. Tobias Heimes (Disposition) und Jürgen Brandl (Vertrieb) wurden für zehn Jahre in der Firma ausgezeichnet. Josef Baum (Produktion), Christian Limmer (Instandhaltung) und Peter Schwinghammer (Lagerplatzleitung) für 20 Jahre, Hildegard Nützl (Hauswirtschaft), Burhan Belgic (Produktion) und Anton Herbst (Produktion)  für 30 Jahre und Helga Wimmer (Instandhaltung) und Johann-Georg Greimel (Lastwagenfahrer) wurden für 40 Jahre Einsatz gewürdigt. Die Staplerfahrer Albert Stanglmaier und Andreas Zehner bekamen zum Renteneintritt ebenfalls eine Urkunde und ein Geschenk von LB-Chef Thomas Bader überreicht.

 

LB-Chef Thomas Bader kündigte für die kommenden Monate Investitionen in Höhe von rund zehn Millionen Euro in die drei Standorte Vatersdorf, Puttenhausen bei Mainburg und Schönlind bei Amberg an. „Unser Markenzeichen ist unsere Innovationskraft. Darauf setzen wir auch in Zukunft.“

 

Ehrungen Vatersdorf: Tobias Heimes (links), Jürgen Brandl (Zweiter von links) sowie (von rechts) Peter Schwinghammer, Johann-Georg Greimel, Hildegard Nützl, Christian Limmer und Helga Wimmer sind von der Unternehmerfamilie mit (Mitte von links) Elfriede Bader-Nusser, Thomas Bader und Caterina Bader für ihren langjährigen Einsatz in der Ziegelei Vatersdorf gewürdigt worden.

 

Die Mitarbeiter (von rechts) Anton Herbst, Josef Baum und Burhan Belgic wurden von der Unternehmerfamilie mit (Mitte von links) Elfriede Bader-Nusser, Thomas Bader und Caterina Bader für ihren langjährigen Einsatz in der Ziegelei Puttenhausen gewürdigt. In den Ruhestand verabschiedet wurden (von links) Andreas Zehner und Albert Stanglmaier.

 

Premiere: Der LB-Chor mit einem umgeschriebenen Weihnachtsklassiker.

 

Das Eddy Miller Trio sorgte für die perfekte musikalische Umrahmung.

 

 

 

 

 

 

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