„Bauen muss wieder attraktiver werden“

Erdinger Landrat Martin Bayerstorfer zu Besuch bei Leipfinger Bader

 

Vatersdorf/Erding. Grundstücke und Immobilien werden immer rarer und teurer. Trotzdem werden
immer noch zu wenig Wohngebäude gebaut und die Zahl der Arbeitsplätze in der Baubranche sinkt.
Das Thema Wohnraum hat in vielerlei Hinsicht sozialen Sprengstoff, da sind sich die Politik und die
Bauwirtschaft einig. Darum hat sich am Freitag Martin Bayerstorfer, Landrat des Landkreises Erding,
im Ziegelwerk von Leipfinger Bader (LB) in Vatersdorf mit der LB-Geschäftsführung über die Zukunft
des Wohnungsbaus in der Region ausgetauscht. Dabei sprachen sich alle Beteiligten für eine stärkere
finanzielle Förderung von Bauherren aus.

 

„In Bayern wird auf zu niedrigem Niveau gebaut“, sagte LB-Chef Thomas Bader. In den vergangenen
Jahrzehnten seien im Durchschnitt jährlich rund 60 000 Wohnungen entstanden, aktuell seien es rund
45 000. „Und auf diesem Niveau bewegen wir uns nur, weil unter anderem die Zinsen für Kredite so
niedrig sind. Sobald das Zinsniveau wieder steigt, bricht die Bautätigkeit sehr schnell ein.“ Damit das
nicht passiert, muss die Politik laut Bayerstorfer finanzielle Unterstützung für Bauherren ins Auge
fassen. „Ein Lösungsansatz ist zum Beispiel, Grundstücke besser finanzierbar zu machen. Denn in
Deutschland wohnen weltweit mit am wenigsten Menschen im Eigenheim.“ Das sei ein Problem für
die Altersvorsorge. „Das beste Mittel gegen Altersarmut ist das Leben in der eigenen Immobilie, um
unabhängig von Mietpreissteigerungen zu sein.“

 

Damit mehr und vor allem schneller gebaut werden könne, dürften die Vorgaben zur
Energieeinsparung bei Neubauten nicht aus dem Ruder laufen, sagte Bader. Immer schärfere
Regelungen würden in erster Linie die Baukosten nach oben treiben, als den Energieverbrauch von
Immobilien spürbar zu senken. „Bei der Ziegelentwicklung haben wir jedenfalls bis zu 90 Prozent
Energieeinsparung erreicht. Mehr geht nicht mehr.“ Energetisch sinnvoller sei es, Altbauten in den
Ortszentren und bestehenden Siedlungen abzureißen und durch neue Gebäude nach dem aktuellen
Stand der Technik zu ersetzen.

 

Wie wichtig eine rege Bautätigkeit für das gesamte wirtschaftliche und gesellschaftliche Gefüge ist,
machte Bader am Wegfall der Eigenheimzulage deutlich. Nachdem diese Förderung 2006 gestrichen
worden war, habe sich die Nachfrage in der bundesweiten Baubranche fast halbiert. Innerhalb von
zehn Jahren sei die Zahl der Beschäftigten um eine Million auf nun rund 785 000 Erwerbstätige
gesunken. „Allein im Landkreis Erding gab es zwischen 2013 und 2014 einen Rückgang um zehn
Prozent. Das hat der Bauwirtschaft extrem geschadet und wirkt sich noch heute aus. Darum darf sich
die Lage bei der aktuellen Wohnungsnot nicht noch weiter zuspitzen. Bauen muss wieder attraktiver
werden.“

 

Schließlich informierte sich Bayerstorfer über die Erweiterung der Abbaugenehmigung für die Grube
Sinnering in der Gemeinde Kirchberg, in der Leipfinger Bader Rohstoffe wie Lehm und Sand für die
Ziegelherstellung gewinnt. Die Planungen für das neue Abbaugebiet umfassen ein Areal von rund 35
Hektar um die bisherige Grube. So soll der Rohstoffbedarf der LB-Ziegelwerke für die nächsten 25
Jahre gesichert werden. Die Einteilung in sechs Abbauabschnitte stellt sicher, dass immer nur
Bruchteile der Gesamtfläche bearbeitet werden. Dadurch sollen Natur, Landschaftsbild und
Nachbarschaft so wenig wie möglich beeinträchtigt werden. Bevor ein neuer Abbauabschnitt
begonnen wird, soll der als vorletztes bearbeitete Abschnitt der Grube bereits wieder rekultiviert sein
und aussehen wie vorher. Das Landratsamt Erding ist für das Genehmigungsverfahren für das Projekt
zuständig, das im Einklang mit der Gemeinde Kirchberg und den Anliegern verläuft.

 

Über die Leipfinger Bader Ziegelwerke

Leipfinger Bader ist ein in fünfter Generation produzierendes Familienunternehmen mit Sitz in
Vatersdorf bei Landshut und eines der führenden Unternehmen der deutschen Baustoffindustrie. 155
Mitarbeiter stellen jährlich Ziegel für etwa 6000 Wohneinheiten her. Neben dem Stammwerk in
Vatersdorf gibt es weitere LB-Werke in Puttenhausen bei Mainburg und Schönlind bei Amberg. Von
den drei Standorten aus gehen innovative und ökologisch nachhaltige Produkte wie Ziegel mit
integriertem Schall- und Wärmeschutz auf Baustellen in ganz Deutschland.

 

 

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Landrat Martin Bayerstorfer (Mitte) informierte sich bei einer Werksführung mit LB-Chef Thomas Bader (rechts) und LB-Prokurist Paul Simmerbauer auch über den Tunnelofen, den das Unternehmen im vergangenen Jahr für rund fünf Millionen Euro mit der Förderung durch das bayerische Wirtschaftsministerium erneuert hat – für eine noch umweltfreundlichere Ziegelproduktion. (Foto: Leipfinger Bader)

 

 

Landrat Martin Bayerstorfer (rechts) und LB-Chef Thomas Bader tauschen sich über die geplante Erweiterung der Grube Sinnering in der Gemeinde Kirchberg zur Rohstoffgewinnung für die Ziegelproduktion aus. (Foto: Leipfinger Bader)

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