Zertifizierter Klimaschutz

LEIPFINGER BADER: Energiemanagement-System nach DIN EN ISO 50001 eingeführt.

 

Geprüfte Nachhaltigkeit: Das Energiemanagement-System der Ziegelwerke LEIPFINGER BADER (Vatersdorf) wurde jetzt gemäß DIN EN ISO 50001 zertifiziert. Ziel des Systems ist es, an den Produktionsstandorten Vatersdorf und Puttenhausen regelmäßig Energieströme zu erfassen und zu bewerten. Damit sollen energetische Verbesserungspotentiale nicht nur aufgezeigt, sondern auch umgesetzt werden. „Bereits seit Jahren handeln wir an unseren Standorten nachhaltig und verantwortungsbewusst. Mit diesem System können wir nun aber effizienter arbeiten, die Energieziele erreichen und Umweltanforderungen noch besser erfüllen“, erklärt Paul Simmerbauer, Energiemanagement-Beauftragter von LEIPFINGER BADER. Dies zeigt auch die jüngste Investition: Mit einer Kombination aus Wärmerückgewinnung und Abluftreinigungs-anlage beschreitet das Unternehmen neue Wege in der deutschen Ziegelindustrie.

 

Energiepreise steigen stetig, fossile Brennstoffe werden knapper und der Gesetzgeber fordert eine immer stärkere Reduzierung der CO2-Emissionen. All diese Faktoren nahmen die Ziegelwerke LEIPFINGER BADER zum Anlass, ein Energiemanagement-System nach DIN EN ISO 50001 einzuführen. Bereits im Herbst 2012 begann das Unternehmen an den Produktionsstandorten in Vatersdorf und Puttenhausen mit dem Aufbau des Projektes. In diesem Zusammenhang wurden insbesondere die operativen Energieziele des Energiemanagement-Systems festgelegt. Durch regelmäßige Kontrollen der Energieströme sollen diese nicht nur erfasst, sondern Verbesserungspotentiale aufgezeigt und umgesetzt werden. Dabei werden alle energierelevanten Daten mit dem Ziel dokumentiert, den jährlichen Energiebericht möglichst genau durchführen zu können. „Langfristig sollen dadurch Energie eingespart, Energiekosten und CO2-Emissionen an beiden Standorten gesenkt werden. Damit wollen wir unseren unternehmerischen Beitrag zum Klimaschutz leisten“, betont Georg Bauer, Technischer Betriebsleiter in Puttenhausen.

 

Effiziente Wärmerückgewinnung

 

Um Energiesparpotentiale weiter auszubauen und zu nutzen, investiert LEIPFINGER BADER kontinuierlich in Energie- und Umwelttechnik. Eine neue Abluftreinigungsanlage samt Wärmetauscher erreicht durch ihre innovative Kombination eine hohe Wärmerückgewinnung. Denn durch den Reinigungsvorgang wird Prozesswärme erzeugt, die dank des zusätzlichen Wärmetauschers in der Produktion für die Trocknung der Mauerziegel eingesetzt werden kann. Mit der neuen Anlage verringert sich dadurch nicht nur der Bedarf an fossilen Brennstoffen um rund 35 Prozent, sondern auch der Bedarf an Heizöl am Durchlauftrockner um über 90 Prozent. Aufgrund des kombinierten Wärmetauschers können zusätzlich die CO2-Emissionen um 2.500 Tonnen pro Jahr reduziert werden. Am Standort Puttenhausen wird zurzeit geprüft, ob auch hier eine Wärmerückgewinnung mit Abluftreinigungsanlage möglich ist und welche Investitionen getätigt werden können, um zusätzliche Energie einzusparen.

 

 

Bewusst Energie sparen

 

Nicht nur Investitionen in moderne Anlagen tragen zum verminderten Bedarf an Energie bei. LEIPFINGER BADER bezieht für seine Produktionsstandorte auch zertifizierten Ökostrom. Zusätzlich erzeugen die eigenen Photovoltaikanlagen Strom, der für die Produktion genutzt werden kann. Die Mitarbeiter von LEIPFINGER BADER wurden im Vorfeld hinsichtlich eines energiebewussten Arbeitens geschult. „Jeder unserer Mitarbeiter kann durch sein eigenes, verantwortungsbewusstes Handeln dazu beitragen, Energie- und CO2-Emissionen einzusparen. Sei es der Staplerfahrer mit seinem Fahrverhalten, das energieeffiziente Lüften oder die IT-Geräte im Sparmodus – auf allen Ebenen in unserem Unternehmen soll Energiebewusstsein präsent sein“, erklärt Paul Simmerbauer. Zudem wird bei der Instandhaltung der Produktionsanlagen auf optimale Einstellungen und energieeffiziente Ersatzteilbeschaffung geachtet. „Unser Energiemanagement-Team hat bei der Zertifizierung hervorragende Arbeit geleistet. Der gesamte Ablauf konnte zügig und reibungslos durchgeführt werden. Die Zertifizierung zeigt das, was wir bereits seit Jahren in unserem Unternehmen betreiben: eine energieeffiziente Arbeits- und Lebensweise“, betont Thomas Bader, Inhaber der Ziegelwerke.

 

Um weiterhin Ressourcen zu schonen, arbeitet Leipfinger-Bader bereits an neuen Energiespar-Projekten: Mit dem Anbau und der Bewirtschaftung von Kurzumtriebsplantagen, sogenannten Energiewäldern, soll zukünftig Holz als nachwachsender Rohstoff für die Ziegel-Porosierung produziert werden. Zusammen mit der Energiegenossenschaft Buch am Erlbach plant das Unternehmen zudem eine Freiland-Photovoltaikanlage auf einer Gesamtfläche von ungefähr 4,5 Hektar. Damit können rund zwei Millionen Kilowattstunden pro Jahr erwirtschaftet werden. Dies entspricht etwa der Energie, die 500 Familienhaushalte im selben Zeitraum verbrauchen.

 

 

13-11 Zertifizierung

 

Ziegelwerke LEIPFINGER BADER: Paul Simmerbauer, Anton Härtl und Georg Bauer (v.l.) vom Energiemanagement-Team haben tatkräftig daran mitgewirkt, dass die Zertifizierung nach DIN EN ISO 50001 schnell und reibungslos funktionierte.

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