Brancheninfos - 31.08.2023

Prekäre Halbjahresbilanz im Wohnungsbau

Die Krise in der Baubranche setzt sich fort: Laut Statistischem Bundesamt (Wiesbaden) erteilten die Behörden im ersten Halbjahr diesen Jahres 27 Prozent weniger Baugenehmigungen als im Vorjahreszeitraum. Insgesamt wurden lediglich 135.200 Wohneinheiten genehmigt. Besonders der Neubau von Ein- und Zweifamilienhäusern verzeichnet einen drastischen Rückgang – hier waren es 40 Prozent weniger Baugenehmigungen. Sinkende Fördermittel, verschärfte Klimaauflagen sowie steigende Baukosten nebst Zinsen lassen eine Entspannung in weite Ferne rücken.

Der dramatische Auftragsrückgang im Neubau wirkt sich auch auf die Baustoffindustrie aus. Im ersten Halbjahr 2023 musste LEIPFINGER-BADER die Produktion um 40 Prozent reduzieren und Kurzarbeit anmelden. „Wir rechnen damit, unsere Produktion in diesem und im nächsten Jahr zu halbieren. Außerdem gehen wir davon aus, dass in Deutschland nur noch 150.000 Wohnungen pro Jahr fertiggestellt werden. Eine desaströse Lage“, so Firmenchef Thomas Bader.

 

Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (Berlin) sieht daher Handlungsbedarf seitens der Politik. Lösungsansätze könnten unter anderem eine Aussetzung des Energieeffizienzstandards EH-40 bei öffentlichen Förderprogrammen oder eine Verbesserung der Abschreibungsmöglichkeiten sein. Die Bundesregierung scheint diese Rufe vernommen zu haben, wie die Beschlüsse der Kabinettsklausur in Meseberg jetzt zeigen: Ab dem 1. Oktober soll demnach die degressive Abschreibung für Abnutzung (AfA) wieder den Wohnungsbau ankurbeln. Mit ihr lassen sich befristet auf sechs Jahre sechs Prozent der Investitionskosten abschreiben – ohne Baukostenobergrenze und bereits für Neubauten ab EH-55-Standard. Insgesamt sieht die Bundesregierung im Rahmen ihres Wachstumschancengesetzes 50 Steuererleichterungen vor – bis zu einer Höhe von 32 Milliarden Euro in den kommenden Jahren. Damit will die Bundesregierung Anreize für Investitionen schaffen und auch den Wohnungsbau stärken.

 

Familienunternehmer Thomas Bader gibt jedoch zu bedenken: „Wir müssen uns als Hersteller mit weiteren Preissteigerungen auseinandersetzen. Beispielsweise erfolgt am 1. Dezember die Verdoppelung der Maut sowie ab dem 1. Januar die Erhöhung des CO2-Preises auf Diesel. Allein diese Entscheidungen führen bei uns im Unternehmen zu einer Frachtpreissteigerung von 14 Prozent. Leider wird dies medial nicht als Steuererhöhung diskutiert. Es ist eher eine Randnotiz, dass die Bundesregierung die Inflation für Bürger und Unternehmen mit über 8 Milliarden Euro zusätzlich belastet.“ Trotzdem will man bei LEIPFINGER-BADER an der bestehenden Nachhaltigkeitsstrategie festhalten: Für die Errichtung sowohl bezahlbarer als auch nachhaltiger Wohnungen und Eigenheime bieten die geschulten Fachberater bei LEIPFINGER-BADER zielgenaue Planungshilfe und geeignete Produkte an. Dabei erhalten Architekten, Investoren sowie private Bauherren innerhalb von 48 Stunden einen energetischen Vorentwurf für ihr Effizienzhaus gemäß NH-40 oder QNG NH-40 PLUS Standard. Alle Kunden profitieren dabei von unserer Expertise, der langjährigen Erfahrung sowie unseren effizienten Systemprodukten. Dank der am Ende erzielten hohen Gebäudeenergieeffizienz und des reduzierten CO2-Ausstoßes tragen Kunden von Leipfinger-Bader so aktiv zum Klimaschutz bei!

 

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